Da ich wohl gerade sehr inkonsequent darin bin, regelmäßig etwas in meinen Blog zu schreiben, hoffe ich nicht, dass ich Erwartungen enttäuscht habe. Ich habe verkrampft versucht, meine Ankündigungen einzuhalten, doch die Posts über Rupert Falsch und March Rosetta wollten mir einfach nicht gelingen...
Ich denke, dass ich in nächster Zeit wieder öfter dazukommen werde, mich mit der Netlabelwelt auseinander zu setzen... geplant habe ich einen Artikel über Anois, die hoffentlich bald ihr debut auf aerotone herausbringen werden^^ und ein Mixtape zur Einführung in die Welt der Netlabels...
Hoffe mal, ich kann mich daran halten
Peace
euer Stubenrocker^^
Donnerstag, 12. März 2009
Samstag, 7. Februar 2009
Slothbear - Slothbear EP (rrr082)

Es näselt, schmettert, brummt und dröhnt! Und alles, ohne dabei aggressiv zu werden. Slothbear haben die LoFi-Masche für ihren Indie-Rock konsequent durchgezogen und zotteln wie der Lippenbär, nach dem sie sich benannt haben, sonderbar, aber trotzdem liebenswert durch die Gegend.
Zugegebenermaßen: Am Anfang ist diese EP kaum hörbar! Man hält das für reinen Krach und hört keine System heraus. Man wird sich an den verstimmten Gitarren stören, und an Stellen, wo der Gesang doch übertrieben laut ist! Vielleicht wird sich einem dieser Sound, den die Band da an den Tag legt, nie erschließen. Aber vielleicht beginnt man auch, auf die Songs zu hören und den Sound als Teil des Ganzen zu sehen!
Der Sound der in New York lebenden Guppe, die die Songs auf dieser EP mit einem kaputten vierspurigen Tonbandgerät aufgenommen hat,ist einer der konsequent schlechtesten/besten (zutreffendes ankreuzen) in der Netaudioszene. Die Songs wiederum entpuppen sich bei näherer Betrachtung als süße kleine Indie-Juwelen mit schönen Gitarrenparts. Außer in "You Make Me Choose You" (sozusagen die "Ballade" dieser EP) wird ordentlich riffgerockt, nach vorne geprescht und getrommelt.
Irgendwie schafft es diese Band gerade mit ihrem kaputten Sound auch, sich koplett vom Einheitsbrei abzuheben und im Kopf hängen zu bleiben. Diese Perle aus dem 2008 aus dem Boden gestampften Netlabels Rack&Ruin ist auf jeden Fall den Download und die Zeit die es braucht, wert!
Download unter:
http://www.rackandruinrecords.com/artists/slothbear.php
Hörproben:
1. You Make Me Choose You
2. The Exceptional Bastards
weitere Links:
Slothbears Blog:
http://spotblogblogspotspotblog.blogspot.com/
Rack&Ruin Records:
http://www.rackandruinrecords.com/index.html
Donnerstag, 5. Februar 2009
Ben Woods - Liaisie In Silence (OWL 029)

"Liaisie In Silence". Stumme Bindung. Der Titel spricht für sich.
Ein Student stolpert in seiner Uni über einen Raum voller Keyboards und bekommt Spaß am Songwriting. Glück muss man haben. Das hatte der Brite Ben Woods. Nachdem er diesen Raum gefunden hatte, nutzte er ihn fast jeden Tag, schrieb Melodien, und aus diesen Melodien wurden langsam Strukturen, und am Ende kamen drei Veröffentlichungen auf "Wise Owl Records" dabei heraus.
"Liaisie in Silence" ist noch das Mittlere der drei - und definitiv das Schönste. Die Melodien sind zwar minimalistisch arrangiert, aber nicht so einfach wie auf dem Debut "A Collection Of Thoughts". Die Musik hat Struktur und existiert wegen des Klangs - und nicht, um nach und nach zerlegt zu werden wie auf dem letzten Album "Nymh: Realms of Detachment". Ben Woods braucht keinen Gesang, auch kennt er neben seinem MIDI-Keyboard für seine Klangwelten nur Gitarre und (Synth?)Streicher. Gerade das macht aber seinen sehr spezifischen Sound aus. Kopfkino-Musik würde ich das nennen, die dem Hörer viel Spielraum zum interpretieren lässt: sie lässt ihn vergessen und sich erinnern, lässt ihn schweben und reißt ihn zu Boden hinunter, beruhigt und beunruhigt - und das alles mit sehr wenigen Mitteln, die oft die Opulenz eines ganzen Orchesters haben können.
"Approaching Lights" erinnert mich an den Film "Das Piano", eine sehnsüchtige Melodie, die klingt wie ein Strom kleiner Lichter am Nachthimmel. Das postrockige "We Remembered" (das Lied mit der Akustik-Gitarre) macht den Kopf frei. "As I Wonder" ist der definitive verträumte Optimismus. Das abschließende "Rebuild In Silence" lässt einen wieder aus dem Traum der Nacht aufwachen, ein schöner, verkappt dynamischer Closer.
Würde ich einen Film drehen, ich würde Ben Woods die Musik dazu schreiben lassen. Klaviermusik und Postrock wurden selten so stimmungsmalend und schön umgesetzt wie auf dieser EP. Sie trägt mich immer wieder fort auf die verhangenen Straßen der Großstädte, weckt in mir das Gefühl der Einsamkeit unter vielen, und lässt in den lichten Momenten die Sonne durchscheinen.

Download unter:
http://www.wiseowlrecords.com/artists/view/1
#1 Approaching Lights
#4 We Remembered
weitere Links:
Ben's Blog:
http://benwoods.wordpress.com/
Wise Owl Records:
http://www.wiseowlrecords.com/
Mittwoch, 4. Februar 2009
Intro

Das Internet. Unendliche Weiten. Musik, die es zu entdecken gilt.
Tja, wir wollen mal nicht allzu pathetisch werden... Ich bin der Stubenrocker. Tag für Tag bin ich auf der Perlensuche im Ozean der Netaudio-Streams. Bei mir hat sich im Laufe der Zeit, in denen ich Netaudio-Liebhaber geworden bin, extrem viel angesammelt, was ich gerne mit der Welt teilen würde. In losen Abständen, vielleicht ein- bis zweimal pro Woche, werde ich hier die gefundenen Perlen vorstellen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Aktualität. Alles stelle ich dann vor, wenn ich es für richtig halte. Wenn die Stimmung passt. Wenn ich spontan neues gefunden habe.
Über Kommentare würde ich mich in jedem Fall freuen und auch über ein "Ja" oder ein "Nein". Auch über positive Rückmeldungen, falls sich jemandem durch meine Posts neue Musik erschlossen hat. Und sogar über Empfehlungen an mich.
Ich bin für freie Entfaltung des künstlerischen Ausdrucks und gegen Pseudo-Ambient!
Peace
Euer Stubenrocker
(folgende artikel über March Rosetta, Rupert Falsch, Cantaloup, Nic Bomaritto...)
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